Aurorasa Sima en Emotionale Intelligenz, beBee auf Deutsch, beBee Deutschland Emotional Intelligence Trainer / Empowermentalist / beBee Brand Ambassador • Aurorasa Coaching 17/10/2016 · 1 min de lectura · +600

8 Tipps: Aktives Empathisches Zuhören Lernen

8 Tipps: Aktives Empathisches Zuhören Lernen

Zuhören - Verstehen - Überzeugen


Der Großteil unserer Konflikte basiert auf Missverständnissen und entsteht durch mangelnde Kommunikation.

Sogar, wenn wir miteinander sprechen.

Aktives, empathisches Zuhören ist die beste Möglichkeit, um einen Gesprächspartner wirklich zu verstehen und gleichzeitig eine positive Verbindung herzustellen.


1. Vorurteilsfreies Zuhören

Wenn wir zuhören, sollten wir unser Ego und Wertesystem zurückstellen, um das Erzählte aus dem Blickwinkel bzw. der Gefühlswelt des Erzählers zu erfassen - nicht unserer eigenen.

2. Konzentration

Während eines Gespräches sollte man, natürlich auch aus Gründen der Höflichkeit, nicht mit seinem Handy "spielen" oder auf andere Art abgelenkt sein.

Wir sind nicht multitaskingfähig, auch wenn ständig steigende Anforderungen uns das Glauben machen können. Wenn wir zwei Aufgaben, die dieselben kognitiven Ressourcen benötigen, gleichzeitig ausführen wollen, muss unser Gehirn diese Ressource aufteilen. Dadurch ergeben sich Streuverluste.

Psychologen der renommierten Stanford Universität haben in der "Clifford Nass" Studie belegen können, dass Multi-Tasker Schwierigkeiten haben, relevante von irrelevanten Informationen zu unterscheiden.

3. Unterbrechen

Ihnen geht es da sicher genauso: ich wurde gelehrt, dass es unhöflich ist, jemanden zu unterbrechen. Jedoch sollte man, wenn man etwas nicht versteht, direkt nachfragen. Es ist erwiesen, dass es schwerer fällt, sich auf den folgenden Inhalt zu konzentrieren, wenn man auch nur einzelne Worte nicht versteht.

Auch Rückfragen um die Emotionen herauszufinden oder die Annahme zu bestätigen sind sinnvoll.

Letztendlich sollte eine Unterhaltung menschlich geführt werden, und interessiert zuhörende Menschen zeigen eben Reaktionen.

4. Annahmen

An diesem Punkt muss ich selbst auch fortwährend arbeiten. Oft denken wir zu wissen, was der Andere sagen wird. Unser Gehirn schaltet dann ab, wir hören nicht mehr richtig zu.

Zum einen können wir uns irren - vielleicht sagt unser Gesprächspartner ja doch etwas anderes, zum anderen verstehen wir dann das wichtigste nicht: die Emotionen, die unausgesprochen Worte.

Um wirklich zu verstehen, müssen wir uns disziplinieren und sollten nicht unseren Fokus verlieren, weil wir planen, was wir als nächstes sagen werden.

5. Sätze beenden

Die Sätze eines anderen zu beenden bedeutet Kontrolle über die Konversation zu übernehmen. Wenn man das Vertrauen seines Gesprächspartners verdienen möchte, ist das nicht die richtige Strategie. Die Sätze eines Anderen zu beenden schmälert unseren Gesprächspartner und wird ihm kein gutes Gefühl geben.

Es kann sich auch eine "Du weißt ja sowieso alles besser"-Haltung einstellen, wodurch man unter Umständen wesentliche Informationen nicht erhält.

Es heißt auch, dass sich von Annahmen auszugehen noch negativer auswirken kann als einfach nicht mehr zuzuhören.

6. In die Augen sehen

Vor allem introvertierten Menschen fällt es schwer, ihrem Gesprächspartner in die Augen zu sehen. Wenn allerdings der Blick zu lange und zu häufig abschweift kann dies als mangelnde Konzentration missinterpretiert werden.

Auch wenn man eigentlich nur aus Verunsicherung den direkten Augenkontakt vermeidet, kann es zu Missverständnissen kommen. Jemandem in die Augen zu sehen wird mit Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein verbunden.

In längeren Gesprächen kann man natürlich nicht wie ein hypnotisiertes Kaninchen dem anderen unablässig in die Augen sehen. Es hat sich bewährt zwischen Augen und Mund zu alterieren.

7. Bis zum Ende

Der vorletzte Tipp wirkt auf den ersten Blick überflüssig, würde man nicht in der Praxis sehen, wie oft er nicht befolgt wird.

Außer um Verständnisfragen zu stellen, sollte man den anderen nicht unterbrechen und bis zu Ende zuhören. Häufig planen wir bei einem Stichwort, was wir als nächstes sagen wollen.

Auf eine Atempause warten ist nicht zuhören.

8. Reflektieren

Es ist empfehlenswert, am Ende eines Gespräches sein Verständnis der Konversation zu reflektieren. Wenn man die vorhergehenden Tipps befolgt hat, kann man davon ausgehen, dass man die Kernpunkte richtig verstanden hat.

Jeder Mensch schätzt einen guten Zuhörer.


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Aurorasa Sima 17/10/2016 · #3

#1 Absolut, liebe Christin, und ich muss mich auch selbst immer wieder daran erinnern, wie man "richtig" zuhört. Danke für das freundliche Feedback.

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Christin Glockner 17/10/2016 · #1

"Jeder Mensch schätz einen guten Zuhörer" - aber nicht nur in Business sondern auch in Beziehungen
sehr guter Artikel, wie immer liebe @Aurorasa Sima!

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