Harry Groenert en Artikel auf Deutsch, Coaching, Self-Improvement 12/9/2017 · 3 min de lectura · ~100

Angeln wie Thomas Edison

Angeln wie Thomas Edison

Was haben ein Blechschaden, das Oktoberfest, enge Jeans, der Gotthard und die Schwiegereltern im Nebenhaus wohnend gemeinsam?

Das sind alles Dinge, die Schmerz bereiten, unangenehm und stressig sein können, weil da zu wenig Raum ist.

Wenn jede Sekunde des Tages vollgepfropft ist, sowohl in der Innenwelt (nicht enden wollendes Denken und entsprechende automatische Verarbeitung) als auch in der Aussenwelt (grenzenlose Aufgaben, unendliche To-Do-Listen etc.), dann entsteht eines von zwei Dingen:

Im besten Fall fühlt man sich aktiv und busy, doch gleichzeitig auch ausgelaugt, unerfüllt und frustriert, dass man so selten die Energie findet, das zu kreieren, was man wirklich möchte, ohne durch Druck und Stress gefordert zu werden. Die Dinge zu erledigen, fühlt sich an wie eine Belastung, wie eine Übung, wie ein Hindernislauf, den es zu absolvieren gilt und nicht wie etwas, was man gerne und mit Freude macht.

Im schlechtesten Fall lebt man gestresst, liebäugelt mit dem Burn-out, braucht dringend den Urlaub, ist überall gleichzeitig und doch nirgendwo: Im konstanten Zustand, auf alle Forderungen und Erwartungen, die einem von der Welt auferlegt werden, zu reagieren. Man fühlt sich nicht wirklich erfüllt, macht sich Sorgen – lässt man mitten im Spiel den Ball fallen, sind andere enttäuscht, man ist selbst enttäuscht und fragt sich, ob das denn nie aufhört.

Um einem solchen Schlamassel aus dem Weg zu gehen, gilt es, Raum und Zeit zu schaffen. Laut Einstein ist Raum und Zeit zwar gekrümmt, so wie manche unsere Gedanken, aber das hilft uns hier nicht weiter. Vielleicht lieber eine sehr aktive „zweckvolle Ziellosigkeit“?

Beim „Sich-Raum-schaffen“ entsteht Magie: die Qualität unseres Denkens und unser Geist erholen sich in diesem Raum und werden wie neu geboren. Wenn wir überwältigt sind, im Sumpf beinahe ersticken, uns im Spiralsturz befinden, gestresst sind, dann denken wir: “Ok, das wird jetzt alles erledigt und dann ist es erstmal vorbei und wird sicher einfacher.“ Bitte nicht falsch verstehen, natürlich gibt es Situationen, in denen es nichts Besseres gibt, als die Hemdsärmel hochzukrempeln und hyperaktiv zu werden.

Aber wenn sich alles sehr schwer anfühlt, wenn die Gedanken in Traurigkeit, Ängstlichkeit, Hoffnungslosigkeit gefangen sind, wenn man sich ausgelaugt und müde fühlt, dann ist es nicht an der Zeit, um Bäume auszureissen – das sind Zeichen, dass man (Frei-) Raum braucht. Loslassen, um sich neu engagieren zu können, vielleicht mit einem anderen Blickwinkel. Um ein Feuer zu löschen benutzt man auch kein Feuer, sondern so etwas wie das Gegenteil – Wasser. Ist man übergestresst, dann also das Gegenteil: Raum und Ruhe – das führt aus dem Chaos.

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Albert Einstein

Und doch, gerade wenn wir glauben, um im Leben weiterzukommen, sei es notwendig, mehr und