Das Wesentliche zuerst

Das Wesentliche zuerst

„Wer bedauert auf dem Sterbebett, dass er nicht mehr Zeit im Büro verbracht hat?“

„Mein Leben ist hektisch! Den ganzen Tag habe ich keine ruhige Minute – Besprechungen, Anrufe, Schreibarbeit, Verabredungen. Ich hänge mich voll rein, falle erschöpft ins Bett und frühmorgens am nächsten Tag geht das ganze wieder von vorne los. Ich habe eine enorm hohe Arbeitsleistung und erledige sehr viel. Aber manchmal beschleicht mich der Gedanke: „Wozu das alles? Was von dem, was du machst, zählt wirklich?“ Und ich muss zugeben, ich weiss es nicht.

Ich fühle mich hin- und hergerissen. Meine Familie ist mir wichtig, aber meine Arbeit auch. Ich lebe in einem dauernden Konflikt und versuche die Anforderungen von beiden Seiten irgendwie auszugleichen. Erfolg und Glück in der Arbeit und Zuhause – ist das wirklich möglich?

Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben nicht im Griff habe. Ich überlege mir, was wichtig ist und setze mir entsprechende Ziele, aber andere Leute – mein Chef, meine Kollegen, die Kunden, mein Partner – werfen mir ständig Knüppel zwischen die Beine. Meine eigenen Absichten werden abgeblockt, weil meine Mitmenschen etwas anderes von mir wollen. Was mir wichtig ist, geht unter in der Flut von Dingen, die anderen wichtig sind.“Stephen Covey

Quintus Horatius Fiaccus, uns besser bekannt als Horaz (23 v. Chr.) hat die Sentenz „Carpe diem“ (Nutze den Tag), die knappe Lebenszeit heute zu geniessen und diese nicht auf den nächsten Tag zu verschieben, geprägt. Vor mehr als zweitausend Jahren hat er damit schon erkannt, dass Zeitökonomie, also der vernünftige Umgang mit Zeit (Zeit ist Geld) wertvoll ist. Zeit ist eine knappe Ressource. Zeitmanagement beinhaltet, wenn man will, eine strategische Komponente, die man auf der operativen Ebene umsetzen kann oder wie ich meine soll.

Eine Methode ist das sogenannte Eisenhower-Prinzip: Anhand der Kriterien Wichtigkeit (wichtig/nicht wichtig) und Dringlichkeit (dringend/nicht dringend) gibt es vier Kombinationsmöglichkeiten. Die Aufgaben werden A-, B-, C- und D-Aufgaben genannt und auf vier Quadranten (I, II, III und IV) verteilt. Ich glaube, dass wenn man sich die Zeit nimmt und über seine Aufgaben nachdenkt, die Quadranten helfen, zu erkennen, dass wichtige Aufgaben selten dringend und dringende Aufgaben selten wichtig sind.

Die Zeitmanagement Matrix

Es ist ein grosser Unterschied zwischen „was ich tue“ und „wie ich es tue“. Das Was ist zwar die Strategie, aber wo es meist hapert, ist in der Umsetzung. Denken Sie einen Moment nach und reflektieren Sie: „Womit haben Leader (und wir wollen uns ja selbst führen) das grössere Problem? Eine Strategie zu formulieren oder eine Strategie umzusetzen?“ Oder wir könnten uns fragen, ob es das MBA oder sonstiger Unterricht war; was haben