Erzschlafmütze

Erzschlafmütze


Am 2. Februar 1.440 A.D. wurde in Frankfurt Friedrich III. einstimmig zum römisch-deutschen König gewählt. Trotz seiner langen Regierungszeit galt Friedrich im 19. Jahrhundert bestenfalls als ein Herrscher, dessen Betrachtung sich nicht lohne. Friedrich wurde durch seine vermeintliche Trägheit und Untätigkeit zur bis heute verbreiteten Bezeichnung „Heiligen Römischen Reiches‘ Erzschlafmütze“ herabgewürdigt. Neuere Studien (1997) relativieren das Verdikt und kommen zur Schlussfolgerung, dass Friedrich, wie kaum einer seiner Vorgänger, durch Diplome und Mandate in die Reichspolitik eingegriffen habe.

Eine Schlafmütze ist jemand, der unaufmerksam, langsam und träge ist. Die Meinung über Friedrich III., die Erzschlafmütze, wurde erst circa 500 Jahre nach seinem Tode relativiert. So viel Zeit will ich mir nicht nehmen. Für mich ist in der Zahl 1.440 für uns anwendbare Magie versteckt.

Wir alle, egal wo wir leben oder wie reich wir sind, haben genau 1.440 Minuten jeden Tag zur Verfügung. Diese werden uns täglich auf unserem Zeitkonto gutgeschrieben, es gibt keine Zinsen und wir können sie weder sparen noch für den nächsten Tag reservieren. Ein Teil dieser Minuten wird mehr oder weniger verbraucht für Schlaf, Hygiene, Arbeit etc. – aber es bleiben jeden Tag mehrere hundert Minuten übrig, die wir nutzen können, so wie es uns gefällt.

"Guten Tag", sagte der kleine Prinz.
"Guten Tag", sagte der Händler.
Er handelte mit absolut wirksamen, durststillenden
Pillen. Man schluckt jede Woche eine und spürt
überhaupt kein Bedürfnis mehr, zu trinken.
"Warum verkaufst du das?", sagte der kleine Prinz.
"Das ist eine große Zeitersparnis. Man spart dreiundfünfzig Minuten in der Woch