Harry Groenert en Artikel auf Deutsch, Coaching, Self-Improvement 15/9/2017 · 3 min de lectura · ~100

Ich bin schon da,

Ich bin schon da,

sagte der Igel zum Hasen. Wir alle sind schon da. Wir sind immer im Hier. Es ist nichts Neues zu hören, dass man im Hier ist, aber vielleicht vergessen wir ab und zu, dass wir immer im Hier waren und im Hier sein werden. Die Einzelheiten des Hier – Aussenwelt, Umstände, Geräusche und Gefühle – sind im stetigen Wandel. Wir bringen unser Hier mit uns und nur im Hier leben wir, und zwar immer. Manches wie auf Autopilot, ob beim Einkaufen, unter der Dusche, beim Fernsehen, im Kino, bei den Liegestützen, beim Autofahren oder beim Spaziergang – aber wir sind im Hier. Wir verbringen 100% unseres Lebens im Hier. Das ist unser natürlicher Lebensraum und den können wir nicht verlassen – nur unser Hirn führt uns ab und zu an der Nase herum. Bewusst im Hier sein fällt uns schwer: Wir sind beschäftigt mit Gestern und Morgen und haben die Tendenz zu vergessen, dass wir nur im Hier sind, weil wir fast immer denken, Bilder, Begriffe, Ideen und Fantasien vor unseren Augen haben, die aktuell nicht Hier sind und teilweise auch gar nicht stattfinden.

Oft verarbeiten wir ein Projekt, lassen ein Programm laufen, als ob es im Hier wäre. Wir könnten in den Bergen beim Skifahren sein, hunderte Kilometer vom Büro entfernt - ohne irgendeinen Hinweis auf das Projekt mit der Deadline am nächsten Donnerstag, den Gedanken an den Geschäftspartner oder an das Kundengespräch – und doch, unsere aktuelle Erfahrung auf den Skiern ist Multitasking, erfüllt mit den Bildern und Gefühlen aus der Arbeit. Man fühlt, als ob man sich inmitten dieser komplizierten Auseinandersetzung befindet, überlegt, wem man es noch recht machen muss, was es noch alles zu tun gibt und das alles, obwohl es im Hier keine Möglichkeit gibt, jetzt damit umzugehen - während die fantastischen Skier, gemäss unserer (unbewussten) Fertigkeit durch den März-Pulver gleiten, die Sonne scheint, ein paar Tannen die Piste säumen, man den Wind und die Berggeräusche hört - man also eigentlich im Hier ist und doch: da sind auch die Gedanken – und mögen uns Lebensqualität rauben.

Wir sind immer im Hier und dieses besteht aus einem einzigen Moment. Der Moment an sich ist immer einfach. Er besteht nie aus mehr als vier Komponenten, immer in Kombination: Dem physischen Umfeld um uns herum, unserem Körper, unseren Gefühlen und an was wir gerade denken. Nichts können wir im Hier erleben oder beobachten, was sich nicht einer dieser vier Komponenten zuordnen lässt.

Jeder Moment ist einzigartig und wenn man nicht gedankenverloren ist, dann erkennt man, wie einfach der Moment ist, wie einfach das Hier strukturiert ist. Diese einfache 4-Stufen-Betrachtung ist immer wahr – das scheint uns nur zu entfliehen, wenn unsere Aufmerksamkeit nicht im Hier ist.

Die interne und externe Welt ändern sich permanent. Die Gefühle im Körper