Komfortzone verlassen

Komfortzone verlassen

Ich kenne Sie nicht und selbst jene, die mich persönlich kennen, kenne ich auch nicht wirklich. Im Prinzip kenne ich ja kaum mich selbst richtig. Wir sind verschieden, haben unterschiedliche Meinungen, Erfahrungen, Ideen und Gedanken.

Eines haben wir jedoch alle gemeinsam: wir wollen uns entwickeln und wachsen. Kein Wachstum ist Stillstand. Uns weiter zu entwickeln erfordert jedoch, dass wir uns ausserhalb unserer Komfortzone wohl fühlen. Wenn wir nur innerhalb unserer Komfortzone leben, dann geben wir die Hoffnung auf, uns selbst zu überraschen, Grossartiges zu entdecken oder die beste Erfahrung unseres Lebens zu machen.

Aus Gewohnheit in der Komfortzone zu bleiben, bringt uns in unserem Leben ziemlich genau dorthin, wo wir uns bereits befanden, als wir uns für die Komfortzone entschieden haben – wir sind nur älter geworden.

Komfort holt uns ein. Das Leben braucht Jahre, um sich zu entfalten und im Komfort bleiben ist langfristig gesehen ungesund. Ist es doch die Stagnation, die uns unglücklich und unzufrieden macht, die uns abhält, Neues zu entdecken und Anderes zu akzeptieren.

Unser tägliches Leben fühlt sich zum Teil wie eine Theaterprobe an. Morgen erscheint als der besser geeignete Tag, um auf die Bühne zu steigen und das Stück endlich zu spielen, aktiv zu werden, anstelle von geschehen zu lassen. Heute etwas Neues anzufangen, ist doch Quatsch: ich brauche mehr Information und mehr Vorbereitung und überhaupt: morgen ist auch noch ein Tag….. Stimmt, wenn wir morgen noch leben.

Und: Heute ist bereits morgen. Heute war morgen vor langer Zeit. Jetzt ist an der Zeit aktiv zu werden, Pläne zu schmieden und die Komfortzone zu verlassen, auch wenn es draussen regnet oder schneit, ist es doch nur eine Frage der richtigen Bekleidung und vielleicht auch der richtigen Begleitung.

Unabhängig davon, wie wichtig oder unwichtig gestern war, ist es an der Zeit, jetzt und zwar genau jetzt zu erkennen, das wir live sind – on air. Das ist keine Theaterprobe. Der Film läuft, es wird alles aufgezeichnet und rückwärtig retuschieren ist nicht möglich.

Die nächsten zwanzig, dreissig, fünfzig Jahre werden vorbeigehen, unabhängig davon, ob wir uns aus der Komfortzone heraus bewegen oder nicht. Die Frage ist nur:

Wie lebe ich mein Leben,

Was mache ich aus meinem Leben und

Warum lebe ich so, wie ich lebe?

Komfortzone verlassen ist eine Sache. Wie wäre es mit dem Gedanken, ruhig in der Komfortzone zu bleiben, aber die Komfortzone stetig zu vergrössern? Erinnert mich an den Werbespruch von L‘Oréal:

„Weil ich es mir Wert bin.“

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