Sebastian Vogler en Informatiker, beBee auf Deutsch, IT - Information Technology IT - Consultant • Accenture 5/10/2016 · 4 min de lectura · +300

Google im Gefahrengebiet

Google im Gefahrengebiet

Das Daydream View VR Headset von Google wurde in San Francisco, Kalifornien vorgestellt. ©Diefenbach/Reuters



Google hat neue Hardware vorgestellt, weil es Vehikel braucht für jene Software, mit der es auch im Post-Web-Zeitalter zur ersten Anlaufstelle  für Internetnutzer werden will. Die am Dienstag präsentierten Geräte und ihre Features sind zum einen das erste Ausrufezeichen von Googles neu aufgestellter Hardware-Sparte, zum anderen ein erster Schritt in die nächste Google-Ära. Sie verdeutlichen, wo Google hin will..

Die Smartphones Pixel und Pixel XL machten den Anfang. Produziert werden sie von HTC, aber einen HTC-Schriftzug sucht man auf ihnen vergeblich. Made by Google heißt es in Zukunft: Google bestimmt alles, vom Design bis zur Ausstattung.

Das kleinere Modell hat einen Fünf-Zoll-Bildschirm, das große Pixel XL ein 5,5-Zoll-Display und einen mit 3.450 statt 2.770 Milliamperestunden deutlich größeren Akku. Ansonsten sind sie identisch ausgestattet. Beide haben vier Gigabyte Arbeitsspeicher, wahlweise 32 oder 128 Gigabyte Hauptspeicher, einen Snapdragon-821-Prozessor, einen USB-C-Anschluss und "sogar" eine Kopfhörerbuchse. Auf der Rückseite der Geräte liegt, eingebettet in Glas, ein Fingerabdrucksensor.


Schnelle Kamera, unbegrenzter Speicherplatz in der Cloud

Die 12,3-Megapixel-Hauptkamera ist nach Googles Angaben "die beste, die jemals jemand in ein Smartphone gebaut hat". Sie soll schneller einsatzbereit sein als die anderer Smartphones, dank HDR+ sollen brillante Fotos auch bei schlechten Lichtbedingungen gelingen, und eine Videostabilisierung soll selbst heftig verwackelte Aufnahmen retten können. Ausführliche Tests werden das belegen müssen. Damit die vielen tollen Bilder nicht irgendwann den Speicher überfüllen, bekommen Pixel-Käufer kostenlos unbegrenzten Speicherplatz in der Google-Cloud für Fotos und Videos in jeweils höchster Auflösung.

Auch einen rund um die Uhr erreichbaren Kundendienst verspricht Google, bei Bedarf kann sich ein Mitarbeiter per Screensharing das Gerät anschauen.

Ende der Niedrigpreis-Strategie

Die Pixel-Smartphones sind auch in Deutschland ab sofort im Google Storevorbestellbar und kosten 759 beziehungsweise 869 Euro in der Fünf-Zoll-Version (je nach Speicher) und 899 beziehungsweise 1.009 Euro in der XL-Variante. Wem das zu viel ist: Die Deutsche Telekom wird die Pixel-Geräte exklusiv mit einem Vertrag, also subventioniert anbieten. Ausgeliefert werden sie ab dem 20. Oktober.

Google verabschiedet sich mit der Einführung der Pixel-Smartphones von den vergleichsweise niedrigen Preisen der Nexus-Reihe. Die neuen Geräte sind auf dem Papier exzellent ausgestattet, aber auch nicht um Längen besser als die Konkurrenz. Google brauc