Ursula Moers en Artikel auf Deutsch, Marketing und Produkt, Social Media (DE) Consultant und Dozentin • Zahlengipfel 23/11/2016 · 2 min de lectura · +400

Hinein ins echte Leben – was Marketing aus Fehlprognosen der US-Wahl lernt!

Hinein ins echte Leben – was Marketing aus Fehlprognosen der US-Wahl lernt!

Es gab zahlreiche Meinungen und Analysen zum Thema Wahlen in den USA und das Verhalten von #Trump. Viel grundlegender aber ist die Frage: Inwieweit können wir uns auf die Daten und Prognosen von Umfragen bzw. Analysen auch im Marketing der Industrie, Konsumgüter und Dienstleistungen verlassen? Und ergeben sich daraus nicht auch Chancen, die Echokammern zu verlassen?

Echokammern und die Folgen

Was sind Echokammern? Wenn Comedian Carolin Kebekus sich über Nazis lustig macht und in ihrem Video fragt: „Wie blöd seid ihr eigentlich?“, weil sie nicht einmal ein richtiges Hakenkreuz hinkriegen, dann ist das kein Dialogangebot! Es geht vielmehr darum, Gleichgesinnten und Gleichdenkenden die Legitimation und Bestätigung zu geben. Dieses Beispiel zeigt drastisch, wie Echokammern prinzipiell funktionieren: in diesem Meinungsghetto hallt besonders laut wider, was den Einstellungen der Nutzer entspricht und über das zustimmende Facebook-Echo mit Likes und Shares verstärkt wird.

In der Welt des Konsums wurden Echokammern ursprünglich genutzt, um den Konsumenten noch effektiver und mit individueller Ansprache bewerben zu können. Diese maßgeschneiderte Kommunikation und Werbung wiederum wird durch Algorithmen von Unternehmen erzeugt, die unsere Bedürfnisse, Vorlieben, Freunde, Umfeld etc. erfassen und analysieren. Inzwischen ist die Entwicklung jedoch insofern ausser Kontrolle geraten, dass sie entscheidenden Einfluss auf unser Konsum- und Surfverhalten hat und keiner der Beteiligten mehr aus diesem Karussell aussteigt!

Ein Spiegel-Leser will keine Bildzeitung lesen?

Welche Nachrichten-Seiten besuchen Sie online? Besuchen Sie Stern und Spiegelseiten? Dann erhalten Sie auch Vorschläge von der Zeit und der taz! Sie bekommen jedoch auf keinen Fall etwas von der Bildzeitung oder dem Contra-Magazin.

Noch drastischer ist es, wenn der #Algorithmus aufgrund der vorliegenden Daten sie als typischen Interessenten für ein Porsche-Modell ausmacht! Sie werden nie ein Angebot für einen Hybrid-Kleinbus erhalten. Ja, die bunte Welt der Werbung ist nun zu einem Einheitsgrau mutiert, weil das Marketing sich auf vermeintlich intelligente Einschätz