Ursula Moers en Artikel auf Deutsch, Marketing und Produkt, Social Media (DE) Consultant und Dozentin • Zahlengipfel 16/11/2016 · 2 min de lectura · +100

Jeden Tag 42 Millionen Pakete – Alibaba kommt nach Deutschland und Europa

Der größte Konkurrent des Konzernriesen Amazon will den deutschen und europäischen Markt erobern. Alibaba versteht sich als Einfallstor für deutsche Produkte nach China. Dies birgt einerseits große Chancen – jedoch sind die Risiken dabei nicht zu unterschätzen. Die Abwehrpläne von Sigmar Gabriel werden damit vom Druck der Märkte überrollt.

Die Dimensionen sind wenig bekannt

Auf dem deutschen Markt ist die Online-Plattform #Alibaba noch relativ unbekannt. Das täuscht jedoch ein wenig über die Bedeutung dieses Konzerns in China hinweg: 300 Millionen Kunden, 42 Millionen Pakete täglich, 25.000 Beschäftigte.  Aktueller Börsenwert: 240 Milliarden Dollar. Im vergangen Jahr wurde ein Einkaufsvolumen von 485 Milliarden Dollar über Alibabas Systeme abgewickelt. Inzwischen beherrscht der Riese 80 Prozent des E-Commerce in China.

Der Name kommt nicht von ungefähr: Das Märchen „Alibaba und die vierzig Räuber“ inspirierten den Gründer Jack Ma im Jahr 1999 ein Pendant zu Ebay und Amazon zu entwickeln. Sein Ziel war es, zuerst China, dann Asien, Amerika, Europa und letztendlich den Sesam zur ganzen Welt zu öffnen.

Das Tor zu Europa

Ein geschickter Schachzug von Jack Ma – dem Unternehmer, der hinter Alibaba steckt. Er holte für die Aufgabe in den deutschen und europäischen Markt zu drängen zwei Exmanager von #Amazon und Google bzw. Yahoo: Terry von Bibra und Sébastien Badault. Von Bibra steuert von München aus das Deutschland-Büro, während sich Badault darum kümmert, geeignete Produkte für den chinesischen Markt zu finden.

So verfolgt Alibaba eine ähnliche Strategie wie Amazon: beide intensivieren immer stärker die Unterstützung von vertikalen Vertriebskonzepten des Mittelstandes. Sie bieten sich als Plattform für einen komplexen Markt an und lösen dabei die Probleme wie Marketing, Kundenservice und Logistik bis zur Zustellung. Der Hersteller bekommt im Gegenzug wertvolle Kundendaten, die er zur Weiterentwicklung seiner Produkte nutzt.

Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, wann nicht nur der Markt nach China geöffnet wird, sondern auch die schon vorhandene Konkurrenz der Shopping-Website TMall hier Einzug hält. Adidas und Puma sind dort schon 2014 eingestiegen.

Kreative Kampfmaschine

Genau wie Amazon investiert Alibaba seine Gewinne sowohl in neue Geschäf