Walter Braun en Unternehmer, beBee auf Deutsch, German Inhaber und 'GF • SYSTEM-MANAGEMENT Diplom-Psychologe Walöter Braun 14/10/2016 · 3 min de lectura · +900

Der "digitale" Druck nimmt zu - wie Management und Human Ressources ihn dosieren können

Der "digitale" Druck nimmt zu - wie Management und Human Ressources ihn dosieren können

Seit jeher sind Betriebe im ständigen Wandel und gezwungen, sich an neue Bedingungen anzupassen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Mal mehr, mal weniger greifen nun aber digitale Technologien radikal in die bestehenden Geschäftsmodelle so rabiat ein, dass der Niedergang mancher Branchen innerhalb weniger Jahre vorprogrammiert scheint. Streamingdienste attackieren den physischen Tonträgerhandel, 3-D-Druck den mechanischen Prototypenbau und Apps die materialbezogene Schlüsselfertigung. Waren früher solche Umbrüche eher schleichend, sind sie heute unmittelbar und disruptiv.

Paradoxe Veränderungswelt

Die Zeit, darauf zu reagieren, wird immer kürzer. So stellt notwendigerweise die herstellende Industrie die Kompassnadel auf „Industrie 4.0“ bzw. auf digital vernetzte Prozesse. Auch die gesamte Dienstleistungsbranche ist gut beraten, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, wenn sie Zukunft erleben will. Unabhängig von Branche und Größe sind Unternehmen im Vergleich zu früher dynamischeren und intensiveren Wandlungsprozessen ausgeliefert: ob sie wollen oder nicht. Internet, Big Data und Co. bringen Konzerne zum Erodieren und Start ups zum Explodieren. So nach und nach dringen die sicht- und hörbaren Einschläge der kreativen Zerstörung analoger Geschäftsmodelle ins Bewusstsein. Aber offenbar nicht so tief, dass die old economy ihre gewohnte Ruhig-Blut-Strategie zur Disposition stellt. Man mag nur noch den Kopf schütteln, wenn man in einer repräsentativen Unternehmensbefragung der bitcom liest, dass 62 % der befragten Unternehmen auf die gezielte Entwicklung von digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter verzichten und sogar 68 bzw. 70 % über keine Digitalstrategie und eben noch weniger über ein Budget dafür verfügen. Aber gleichzeitig ist die Mehrheit von der Digitalisierung der Wirtschaft beeindruckt und betroffen. Es ist paradox: Einerseits weiß man um die Herau